Dieses Neurofeedback-Verfahren arbeitet mit einer bipolaren Montage, bei der zwei aktive Elektroden eingesetzt werden. Die DC-basierte Signalverarbeitung ermöglicht es, sehr feine Polarisierungsmuster des Gehirns wahrzunehmen und gezielt zu beeinflussen. Das sehr langsame auditive Feedback unterstützt einen sanften Trainingsprozess und wirkt unmittelbar auf das autonome Nervensystem. Dadurch können sowohl Sympathikus und Parasympathikus als auch der Vagusnerv positiv beeinflusst werden.
Wer ist Mark L. Smith?
Mark L. Smith ist US-amerikanischer Neurofeedback-Pionier. Er entwickelte das ISF-Neurofeedback durch die Kombination aus klinischer Erfahrung, Frequenzphysiologie und Neurowissenschaft. Seine Methode unterscheidet sich deutlich von klassischem Frequenztraining: Das ISF-Neurofeedback wirkt nicht über bewusste, kognitive Prozesse , sondern emotional-affektiv (Gefühle, Stimmungen) und autonom (unbewusst, über das autonome Nervensystem).
ISF steht für Infraslow Fluctuations – sehr langsame neuronale Schwankungen < 0,1 Hz (meist 0,001–0,1 Hz). Diese stammen aus tiefen Strukturen wie Thalamus, Hirnstamm, limbischem System und Default Mode Network (DMN) und regulieren grundlegende Prozesse:
Im Überblick