Praxis für Neurofeedback und Ergotherapie in München

Quantitatives EEG (qEEG)

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Ein quantitatives EEG (qEEG) ist eine erweiterte Form des klassischen EEG (Elektroenzephalogramm), bei der die Gehirnströme nicht nur visuell, sondern auch rechnergestützt analysiert werden. Während ein normales EEG Rohdaten liefert, verarbeitet das qEEG diese mit Hilfe statistischer Verfahren und vergleicht sie mit normativen Datenbanken. So entstehen farbcodierte Karten und Diagramme, die Aufschluss über die Funktion verschiedener Hirnregionen geben.

Im Überblick

Was bringt mir das quantitative EEG (qEEG)?

Das qEEG-Pro-System dient nicht nur der objektiven Erfassung und Analyse der Gehirnaktivität, sondern bietet auch zusammen mit dem Anamnesegespräch und dem subjektiven Assessment (Fragebogen) eine fundierte Grundlage für die Entwicklung individueller Trainings- und Therapiepläne. Durch den Vergleich mit einer umfangreichen Normdatenbank können funktionelle Auffälligkeiten genauer lokalisiert und im Kontext der individuellen Symptomatik interpretiert werden. Dies ermöglicht es uns, noch gezielter jene Hirnregionen oder Frequenzbereiche zu trainieren, die tatsächlich aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Ziel und Nutzen des qEEG

  • Erkennung von funktionellen Abweichungen im Gehirn, die z. B. mit ADHS, Angststörungen, Depressionen, Lernproblemen oder anderen neurologisch-psychologischen Störungen zusammenhängen können
  • Visualisierung der Hirnaktivität in verschiedenen Frequenzbereichen (z. B. Delta, Theta, Alpha, Beta, Hibeta)
  • Das Gehirnmuster wird mit einer großen, altersbezogenen Referenzdatenbank verglichen, die auf EEG-Mustern von Personen ohne bekannte neurologische Auffälligkeiten basiert
  • Erstellung von „Brain Maps“, die zeigen, welche Regionen über- oder unteraktiv sind

Wie läuft ein qEEG ab?

Ein typischer Ablauf bei der Auswertung eines EEGs beginnt mit der EEG-Aufnahme, bei der in der Regel 19 Elektroden nach dem internationalen 10-20-System auf der Kopfhaut platziert werden. Die Aufzeichnung erfolgt meist über mehrere Minuten im Ruhezustand – sowohl mit offenen als auch mit geschlossenen Augen – um verschiedene Aktivitätsmuster des Gehirns zu erfassen.

Anschließend erfolgt die Artefaktbereinigung, bei der störende Signale wie Augenbewegungen, Blinzeln oder Muskelaktivitäten identifiziert und entweder entfernt oder entsprechend markiert werden. Dieser Schritt ist essenziell, um eine zuverlässige Analyse zu gewährleisten.

Die so bereinigten EEG-Daten werden daraufhin mathematisch weiterverarbeitet, z. B. mittels Fourier-Transformation, um die Frequenzanteile im Signal sichtbar zu machen. In erweiterten Auswertungsverfahren, wie dem Z-Score-Modell, werden die Ergebnisse zudem mit normativen Datenbanken verglichen.
Schließlich erfolgt die Berichtserstellung, bei der die Analyseergebnisse in Form von topografischen Karten und quantitativen Übersichten aufbereitet werden. Diese Darstellungen dienen der Analyse neurophysiologischer Muster und als Grundlage zur Planung individueller Trainingsansätze

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Diese Leistung ist nicht über die gesetzliche Krankenkasse abrechnungsfähig und muss privat in Höhe von 170 € übernommen werden.