Das Swingle Assessment bietet eine vereinfachte, praxisnahe Methode zur Analyse von EEG-Aktivitäten. Es basiert auf der Erfassung typischer Hirnwellenmuster an ausgewählten Ableitpositionen (z. B. Fz, Cz, C3, C4, T3, T4) und nutzt spezifische Frequenzbereiche zur Einschätzung funktioneller Zustände.
Im Überblick
Im Gegensatz zu komplexen Normdatenvergleichen verwendet das Swingle-Verfahren relative Amplitudenverhältnisse, um Muster im EEG sichtbar zu machen. Ergänzt wird der Ansatz durch sogenannte „Harmonics“ – Frequenzbereiche wie 0–1 Hz oder 20–30 Hz, die in klassischen EEG-Verfahren oft unberücksichtigt bleiben.
Ein besonderes Merkmal ist die Integration von Audiofeedback, bei dem ausgewählte Hirnaktivitäten über harmonische Töne verstärkt werden. Diese Methode ermöglicht eine schnelle, konditionierungsbasierte Rückmeldung, die ohne visuelle Bildschirme auskommt.
Dr. Swingle war ein kanadischer Psychologe und Pionier im Bereich der klinischen EEG-Anwendung. Nach langjähriger Forschung und Praxis entwickelte er einen eigenen, praxisnahen Ansatz zur EEG-basierten Einschätzung, der heute unter dem Namen Swingle Assessment bekannt ist. Sein Ziel war es, neurophysiologische Muster leicht zugänglich und anwendbar zu machen – ohne komplexe Technik.